Mensch-Maschine-Interaktion

Neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion bergen ein enormes Potenzial, dessen Ausschöpfung ein auf den Menschen zentriertes Design erfordert. Die Anwendung dieser Technologien wird die Rolle des Menschen in der Interaktion mit der Technologie verändern. Durch Mensch-Roboter-Kooperation und Mensch-Roboter-Koexistenz besteht das Potenzial, den Menschen durch Robotik erheblich zu entlasten.

Dies muss jedoch zu Arbeitssituationen führen, die für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beherrschbar bleiben und in denen der Mensch die Maßstäbe setzt. Insbesondere für Systementwicklerinnen und -entwickler sowie Nutzerinnen und Nutzer ist daher eine ethische Grundausbildung entscheidend, um eine humane Arbeitsgestaltung zu gewährleisten. Auch für Entwicklerinnen und Entwickler von Robotersystemen zur Zusammenarbeit mit dem Menschen besteht ein erheblicher Bedarf an Ausbildung in ergonomischen Inhalten. Der technische Entwurfsprozess muss insbesondere die Schnelligkeit des Qualifikationssystems und die anfänglichen Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigen. Eine umfassende IT-Ausbildung der Mitarbeitenden erfordert Zeit und die Bereitschaft zur Nutzung dieser Systeme. Ein fundierter Prozess des psychologischen Veränderungsmanagements ist entscheidend für eine gute arbeitswissenschaftliche Gestaltung, aber auch für die effiziente Nutzung der digitalisierten Systeme. Prinzipien wie die Beteiligung an Veränderungsprozessen oder die rechtzeitige Integration einer entsprechenden Qualifikation sind erforderlich, um die an digitale Systeme gerichteten Erwartungen rechtzeitig und zeitnah erfüllen zu können.

Was derartige Herausforderungen für die Beteiligten bedeuten und wie ihnen begegnet werden kann, darüber wird in dieser Session diskutiert.

Session Chair

Prof. Dr. Klaus Bengler

Themenbereich 3 Mensch und Maschine